Vom 25. bis 27. März machten sich 18 Schülerinnen der Klassen 3A und 3B auf den Weg in die slowenische Hauptstadt Ljubljana. Im Mittelpunkt unseres dreitägigen Aufenthalts stand der gastrosophische Austausch mit unserer Partnerschule, der Srednja šola za gostinstvo in turizem v Ljubljani – ein Brückenschlag zwischen zwei Ländern, die kulinarisch und historisch enger verwandt sind, als es auf den ersten Blick scheint.
Begegnung am Tisch – Geschichte auf dem Teller
Der erste Tag stand ganz im Zeichen des kulturellen Kennenlernens. Beim gemeinsamen Kochen tauschten sich die Schülerinnen mit ihren slowenischen Gastgeberinnen und Gastgebern über die Geschichte und die Länderküchen Österreichs und Sloweniens aus. Schnell wurde deutlich, wie viele kulinarische Traditionen die beiden Länder teilen – und wie spannend gerade die feinen Unterschiede sind. Vom gemeinsamen habsburgischen Erbe bis zu regionalen Spezialitäten entstand ein lebendiges Bild davon, wie Esskultur Geschichte erzählt. Die Gespräche wurden von erstklassigen Virgin Cocktails begleitet, die fachlich präzise von den Gastgebern gemixt wurden.
Wenn die Bora die Pläne ändert – spontan nach Bled
Für den zweiten Tag war ein Tagesausflug nach Piran, an die slowenische Adriaküste geplant. Doch die Natur hatte andere Pläne: Aufgrund heftiger Bora-Winde musste die Fahrt kurzfristig abgesagt werden. Aber eine Tourismusschule hat schnell einen Plan B – kurzerhand wurde für uns für ein spontaner Ausflug an den Bleder See, eine der Hauptattraktionen Sloweniens schlechthin organisiert.
Die Schülerinnen erlebten den See auf traditionelle Weise: In den charakteristischen Pletna – Booten ließen wir uns zur Marieninsel rudern – eine ruhige, fast feierliche Überfahrt, die in starkem Kontrast zur Hektik des Reiseplans stand. Krönender Abschluss dieses Tages war die berühmte Bleder Cremeschnitte (Blejska kremšnita), die mit ihren feinen Schichten aus Vanillecreme, Schlagobers und knusprigem Blätterteig den Beweis antrat, dass auch ein abgesagter Ausflug süße Erinnerungen hinterlassen kann.
Stadt erleben – aus der Sicht der Profis
Am dritten Tag durften wir uns auf eine besondere Stadtführung durch Ljubljana freuen: Geführt wurden wir von Absolventinnen und Absolventen der *Srednja šola za gostinstvo in turizem v Ljubljani*. Mit fachlichem Hintergrund, sympathischer Routine und persönlichem Bezug zur Stadt zeigten sie uns „ihr“ Ljubljana – mit all seinen kulinarischen, historischen und architektonischen Facetten.
Danke
Drei Tage, die intensiv waren, lehrreich, manchmal überraschend – und vor allem verbindend. Unser herzlicher Dank gilt unserer Partnerschule in Ljubljana für die warmherzige Aufnahme, die hervorragende Organisation und den fachlichen wie menschlichen Austausch auf Augenhöhe.
Ein besonderer Dank gilt dem Erasmus+ Programm der Europäischen Union, das diese Begegnung möglich gemacht hat. Erasmus+ ist mehr als ein Förderprogramm: Es eröffnet jungen Menschen Räume, in denen sie Europa nicht aus dem Lehrbuch, sondern auf dem Teller, im Gespräch und im gemeinsamen Erleben kennenlernen.
Wir nehmen viele neue Eindrücke, Rezepte, Kontakte und Freundschaften mit nach Hause – und freuen uns schon jetzt auf das nächste Kapitel dieser wertvollen Partnerschaft.
Hvala lepa, Ljubljana – auf bald!






